Gegen den Reflex

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Gegen den Reflex · Band 1

Quellen & Verweise zu
„Motivieren Sie nicht“

Jeder der 26 Ansätze in diesem Buch stützt sich auf Forschung, die sich prüfen lässt, und ein Leser, der wissen will, worauf eine Behauptung beruht, soll das ohne Umwege können. Dieses Verzeichnis führt die Quellen auf, geordnet nach den fünf Teilen des Buches. Es enthält auch Verweise, die aus Platzgründen nicht in die Druckfassung aufgenommen wurden; diese sind mit dem Zusatz (nicht im Buch abgedruckt) gekennzeichnet. Das Verzeichnis wird laufend ergänzt.

Erster Teil · Aufhören

01 Verhängen Sie ein Schulmoratorium

Die Quellen zu diesem Ansatz werden hier ergänzt.

02 Streichen Sie das Wort Potenzial

Die Quellen zu diesem Ansatz werden hier ergänzt.

03 Beenden Sie die Zukunftsdrohungen

Steinberg, L. et al. (2009). Age differences in future orientation and delay discounting. Child Development, 80(1). Liefert den neurobiologischen Beleg dafür, dass das jugendliche Gehirn weit in der Zukunft liegende Konsequenzen stark abwertet, weil der präfrontale Kortex verzögert reift (Delay Discounting). (nicht im Buch abgedruckt)

Casey, B. J., Jones, R. M. & Somerville, L. H. (2011). Braking and accelerating of the adolescent brain. Journal of Research on Adolescence, 21(1). Erläutert das Dual-Systems-Modell und erklärt, warum Jugendliche in der Pubertät extrem sensibel für unmittelbare Reize sind, während die kognitive Selbstkontrolle biologisch noch unreif ist. (nicht im Buch abgedruckt)

04 Geben Sie die Hausaufgaben zurück

Grolnick, W. S. & Ryan, R. M. (1989). Parent styles associated with children's self-regulation and competence in school. Journal of Educational Psychology, 81(2). Das Fundament dieses Ansatzes: Elterliche Autonomieunterstützung stärkt die schulische Eigenmotivation und das Selbstwertgefühl des Kindes erheblich. (nicht im Buch abgedruckt)

Grolnick, W. S. & Slowiaczek, M. L. (1994). Parents' involvement in children's schooling: A multidimensional conceptualization and motivational model. Child Development, 65(1). Belegt empirisch den Unterschied zwischen kontrollierender elterlicher Einmischung und einer gesunden, kognitiv anregenden Begleitung im Hintergrund. (nicht im Buch abgedruckt)

Pomerantz, E. M., Wang, Q. & Ng, F. F. (2007). Maternal affect and children's academic and emotional functioning. In: Handbook of competence and motivation. Untersucht die Qualität elterlicher Beteiligung und zeigt, dass intrusive Kontrolle und Druck das Lernen blockieren, während autonomieförderndes Verhalten die Frustrationstoleranz erhöht. (nicht im Buch abgedruckt)

05 Hören Sie auf zu loben, fangen Sie an zu beschreiben

Mueller, C. M. & Dweck, C. S. (1998). Praise for intelligence can undermine children's motivation and performance. Journal of Personality and Social Psychology, 75(1). Zeigt experimentell, wie personenbezogenes Lob („du bist so schlau“) die Frustrationstoleranz zerstört, während prozessfokussiertes Beschreiben die Motivation stabilisiert. (nicht im Buch abgedruckt)

Baumeister, R. F., Campbell, J. D., Krueger, J. I. & Vohs, K. D. (2003). Does high self-esteem cause better performance, interpersonal success, happiness, or healthier lifestyles? Psychological Science in the Public Interest, 4(1). Die große Übersichtsarbeit zu Lob und Selbstbild: Hohes Selbstwertgefühl ist überwiegend Folge von Leistung, nicht ihre Ursache.

Zweiter Teil · Sicherheit herstellen

06 Wechseln Sie die Seite

Die Quellen zu diesem Ansatz werden hier ergänzt.

07 Nutzen Sie die Beifahrerzeit

Die Quellen zu diesem Ansatz werden hier ergänzt.

08 Erzählen Sie von Ihren eigenen Pleiten

Die Quellen zu diesem Ansatz werden hier ergänzt.

09 Lassen Sie sich von Ihrem Kind etwas beibringen

Die Quellen zu diesem Ansatz werden hier ergänzt.

10 Reparieren Sie nicht jede Niederlage sofort

Die Quellen zu diesem Ansatz werden hier ergänzt.

Dritter Teil · Handeln vor Motivation

11 Warten Sie nicht auf Lust, sie kommt zu Fuß

Jacobson, N. S., Martell, C. R. & Dimidjian, S. (2001). Behavioral activation treatment for depression: Returning to contextual roots. Clinical Psychology: Science and Practice, 8(3). Zeigt, dass aktives Handeln den emotionalen Zustand und die Motivation positiv verändert und nicht umgekehrt; die Quelle trägt ebenso Ansatz 12. (nicht im Buch abgedruckt)

12 Machen Sie den Anfang lächerlich klein

Jacobson, N. S., Martell, C. R. & Dimidjian, S. (2001). Behavioral activation treatment for depression: Returning to contextual roots. Clinical Psychology: Science and Practice, 8(3). Zeigt, dass aktives Handeln den emotionalen Zustand und die Motivation positiv verändert und nicht umgekehrt; die Quelle trägt ebenso Ansatz 11. (nicht im Buch abgedruckt)

13 Ersetzen Sie Willenskraft durch Gewohnheit

Lally, P., van Jaarsveld, C. H., Potts, H. W. & Wardle, J. (2010). How are habits formed: Modelling habit formation in the real world. European Journal of Social Psychology, 40(6). Belegt, dass Gewohnheiten asymptotisch entstehen, ihre Etablierung oft Monate dauert (18 bis 254 Tage) und sporadische Rückschläge den Lernprozess nicht zerstören. (nicht im Buch abgedruckt)

14 Erst der Körper, dann der Kopf

Hillman, C. H. et al. (2014). Effects of the FITKids randomized controlled trial on executive control and brain function. Pediatrics, 134(4). Die randomisiert kontrollierte Studie zeigt, dass körperliche Aktivität die neuronale Aktivierung im präfrontalen Kortex und damit die exekutiven Funktionen (Ablenkungsresistenz, Selbstkontrolle) direkt steigert. (nicht im Buch abgedruckt)

Moreau, D., Kirk, I. J. & Waldie, K. E. (2017). High-intensity training enhances executive function in children in a randomized, placebo-controlled trial. eLife, 6. Belegt, dass bereits sehr kurze, intensive Bewegungspausen von zehn Minuten die exekutiven Funktionen von Kindern akut und messbar verbessern. (nicht im Buch abgedruckt)

15 Arbeiten Sie nebenher, nicht darüber

Die Quellen zu diesem Ansatz werden hier ergänzt.

16 Geben Sie Wahlmöglichkeiten in der Form, nicht im Ob

Die Quellen zu diesem Ansatz werden hier ergänzt.

Vierter Teil · Können und Selbstbild

17 Suchen Sie die Kompetenzinsel, nicht die Lücken

Waters, L. E., Loton, D. & Jach, H. K. (2018). Does strength-based parenting predict academic achievement? The mediating effects of perseverance and engagement. Journal of Happiness Studies, 19(8). Die Längsschnittstudie belegt, dass stärkenfokussierte Erziehung schulische Ausdauer und Verhaltensbindung signifikant erhöht. (nicht im Buch abgedruckt)

18 Machen Sie Ihr Kind zum Lehrer

Die Quellen zu diesem Ansatz werden hier ergänzt.

19 Übertragen Sie echte Verantwortung, keine Beschäftigungstherapie

Die Quellen zu diesem Ansatz werden hier ergänzt.

20 Lassen Sie das Kind gegen sich selbst antreten, nicht gegen die Klasse

Die Quellen zu diesem Ansatz werden hier ergänzt.

21 Erzählen Sie Ihrem Kind eine neue Geschichte über sich, in homöopathischen Dosen

Die Quellen zu diesem Ansatz werden hier ergänzt.

22 Benutzen Sie Belohnungen wie ein Medikament, nicht wie ein Lebensmittel

Deci, E. L., Koestner, R. & Ryan, R. M. (1999). A meta-analytic review of experiments examining the effects of extrinsic rewards on intrinsic motivation. Psychological Bulletin, 125(6). Die Meta-Analyse von 128 Experimenten: Erwartete materielle Belohnungen für ohnehin interessante Tätigkeiten untergraben den eigenen Antrieb messbar.

Fünfter Teil · Das Umfeld umbauen

23 Verändern Sie die Umgebung statt das Kind

Die Quellen zu diesem Ansatz werden hier ergänzt.

24 Wechseln Sie Erwachsene ein

Die Quellen zu diesem Ansatz werden hier ergänzt.

25 Sprechen Sie mit der Schule über ein einziges Fach

Die Quellen zu diesem Ansatz werden hier ergänzt.

26 Lassen Sie Langeweile wieder zu

Gasper, K. & Middlewood, B. L. (2014). Approaching novel thoughts: Understanding why elation and boredom promote associative thought more than distress and relaxation. Journal of Experimental Social Psychology, 52. Zeigt experimentell, dass Langeweile als Such- und Aktivierungssignal wirkt, das das Gehirn zu assoziativen und kreativen Denkprozessen anregt. (nicht im Buch abgedruckt)

Mann, S. & Cadman, R. (2014). Does being bored make us more creative? Creativity Research Journal, 26(2). Belegt, dass unbespielte Zeit und der Entzug digitaler Dauerberieselung die Aktivität des Default Mode Network anregen, wodurch eigene, intrinsische Interessen und kreative Problemlösungen entstehen. (nicht im Buch abgedruckt)

Einschub

Drei Mythen, denen Sie begegnen werden

Pashler, H., McDaniel, M., Rohrer, D. & Bjork, R. (2008). Learning styles: Concepts and evidence. Psychological Science in the Public Interest, 9(3). Die maßgebliche Prüfung der Lerntypen-Hypothese: Für die Annahme, dass Unterricht im „passenden“ Wahrnehmungskanal besser wirkt, findet sich keine belastbare Evidenz.

Nielsen, J. A. et al. (2013). An evaluation of the left-brain vs. right-brain hypothesis with resting state functional connectivity magnetic resonance imaging. PLOS ONE, 8(8). Auswertung von über tausend Gehirnscans: Eine dominante linke oder rechte Gehirnhälfte als Persönlichkeitsmerkmal existiert nicht.

Simons, D. J. et al. (2016). Do „brain-training“ programs work? Psychological Science in the Public Interest, 17(3). Die umfassende Übersichtsarbeit zu kommerziellem Gehirntraining: Geübt wird die jeweilige Aufgabe, ein Transfer auf Schulleistung oder Alltag ist nicht belegt.

Nancekivell, S. E., Shah, P. & Gelman, S. A. (2020). Maybe they're born with it, or maybe it's experience: Toward a deeper understanding of the learning style myth. Journal of Educational Psychology, 112(2). Zeigt, wie früh der Lerntypen-Mythos von Kindern verinnerlicht wird und warum er sie später dazu verleitet, ineffektive Lernstrategien anzuwenden. (nicht im Buch abgedruckt)